29.06.2007Audi wird 75 Jahre
Jeder kennt die vier ineinander verschlungenen Ringe des Audi-Logos. Aber kaum jemand weiß, dass das Emblem die Fusion der vier sächsischen Automobilfirmen Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG vor 75 Jahren symbolisiert.
Auf Betreiben der Sächsischen Staatsbank wurde der neue Automobil-Konzern 1932 gegründet, nachdem schon seit Ende der 1920er Jahre der finanzielle Druck auf deutsche Automobilhersteller durch die revolutionäre Fließbandproduktion amerikanischer Fahrzeugbauer und durch die Weltwirtschaftskrise stark gestiegen war. Die Bezeichnung der vier Marken wurde beibehalten, jede sollte für ein bestimmtes Marktsegment stehen: DKW für Motorräder und Kleinwagen, Wanderer für Automobile der Mittelklasse, Audi für Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse und Horch für Luxusautomobile der Oberklasse.
Den Namen "Auto Union" trugen nur die zwischen 1934 und 1939 gebauten Grand-Prix-Rennwagen, die auf einer Entwicklung Ferdinand Porsches basierten und dem neuen Unternehmen zu einem hohen Bekanntheitsgrad verhalfen. Die Rennfahrzeuge waren Hightech-Produkte ihrer Zeit. Im Jahr 1937 erreichte ein Auto Union-Gefährt mit 401 kW/545 PS zum ersten Mal eine Geschwindigkeit von über 400 km/h auf einer normalen Straße.
Während des gesamten Jubiläumsjahres präsentiert nun Audi historische Automobile der vier Marken auf Oldtimer-Ausfahrten und Rallyes. Außerdem beschäftigen sich drei Sonderausstellungen mit dem Thema. Im Industriemuseum Chemnitz ist bis zum 2. September 2007 die Schau "Vier Ringe für Sachsen - 75 Jahre Auto Union" zu sehen. Bis zum 4. November 2007 läuft im August Horch Museum Zwickau die Ausstellung "75 Jahre Auto Union AG - Rennen, Siege und Rekorde". Im Audi Museum Mobile in Ingolstadt bietet die Sonderschau "Vier Ringe, eine Hochzeit - ein Markenzeichen wird 75" vom 25. Juli bis 31. Oktober 2007 einen Rundgang durch die Unternehmensgeschichte.

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